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Kerb

aus kirche.muemling-grumbach.de

In Mümling-Grumbach war von altersher Sankt Ägidius der Dorfpatron. Er galt in der alten Kirche als einer der 14 Nothelfer und war Beschützer der Hirten und Viehzüchter. Das hatte seine besondere Bewandtnis, da das Dorf früher zur Herrschaft Breuberg und zur Zent Höchst gehörte.

Im Mittelalter bildete fast das ganze Breuberger Land eine einzige Zent (mit Zentwald und Zentweide). Die Zentweide und der Wald lagen im Mümlingtal und an seinen Hängen zwischen Grumbach und der Weilbach, die vom Fürstengrund kommend, bei Etzen-Gesäß in die Mümling endet. Auf der Zentweide herrschte während des ganzen Sommers fröhliches Leben. Hirten und Hütejungen weideten das Vieh und wohnten auch hier. Der Heilige dieser Hirten war Sankt Ägidius. Ihm war der erste Sonntag im September geweiht. An diesem Tag feierten die Hirten ihr Fest und hielten auf der Höhe, auf der heute die Bergkirche steht, ihren Gottesdienst.

Und so ist es auch heute noch - die erste schriftliche Erwähnung der Grumbacher Kerb findet sich im Höchster Kirchenbuch am 5. September 1695. Hier wird ausdrücklich gesagt, "dass die Kerb zu Grumbach von altersher am 1. Sonntag im September gefeiert wird". Uns so wird es wohl auch in Zukunft bleiben...

In den Einladungen zur Kerb wurde zwischen 1991 und 2002 jeweils eine kleine Geschichte über unser Dorf erzählt.